Things never turn out the way you expect

Hey ihr lieben,

na, alles klar? Ich hoffe ihr hattet eine schöne Woche und genießt das Wochenende in vollen Zügen.
Bei mir ist in der Zwischenzeit so einiges passiert - die Umzugsvorbereitungen laufen auf Hochtouren und ich kam tatsächlich mal in die ungewohnte Gelegenheit, braun zu werden - und dabei denk ich nicht an skurrile Selbsttests mit Self Tanning Lotions. Doch Moment mal, Umzug?
Eine ziemlich merkwürdige Geschichte, wenn ihr mich fragt. Denn eigentlich hatte ich in absehbarer Zeit gar nicht vor umzuziehen. Aber wie heißt es doch so schön? Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt! Aber nun zur eigentlichen Story:


Meine Eltern hatten schon seit Jahren vor, umzuziehen. Von einer Großstadt aufs Land. Ich habe dem ganzen nie so wirklich Glauben geschenkt. Es gab zwar im Grunde nicht viel, was sie an der Gegend hier hielt, aber meine Eltern hatten schon oft Pläne gehabt und sie nicht umgesetzt. Ich staunte dementsprechend nicht schlecht, als sie mir vor kurzem berichteten, dass sie ein schönes Haus auf dem Land gefunden hatten, in das sie bereits in wenigen Monaten einziehen würden. Zuerst war ich total frustriert - klar freute ich mich für meine Eltern, aber irgendwie fühlte ich mich dennoch etwas in die Enge gedrängt. Ich hätte mir einfach gewünscht, man hätte mich nicht ganz so vor vollendete Tatsachen gestellt - ich war ja selber kaum ausgezogen und brauchte einfach noch ein bisschen Unterstützung.
Irgendwann kam meinen Eltern aber eine Idee: Das Haus verfügte über einen riesigen Dachboden, den man mit ein bisschen Fleiß und handwerklichem Geschick in ein wahres Paradies einer Wohnung verwandeln konnte. Aber was sollte ich mitten auf dem Land? Ich verwarf die Idee wieder.

Ich wandte mich wieder meiner Studiumsuche zu. Durch Zufall fand ich bei meiner Recherche heraus, dass es ganz in der Nähe von dem Ort, in den meine Eltern ziehen würden, mein Traumstudium gab, Mediendesign. Das es hier in Nürnberg leider nicht gibt. Dazu kommt, dass in genau diesem Ort, einer mittelgroßen Stadt, meine ganze restliche Familie wohnt. Von Nürnberg aus kam mir das immer so unglaublich weit vor, doch von der neuen Bleibe meiner Eltern... ich freundete mich mit dem Gedanken an, auf dem Land zu leben, wenn ich doch hin und wieder die Gelegenheit hatte die Vorzüge einer Stadt genießen zu können. Und irgendwann, ja, da beschloss ich es sogar. Vielleicht würde ich es irgendwann bereuen, aber das war es mir wert. Zumal es ja auch nicht für die Ewigkeit gedacht war.

Und nun die Frage an euch: Seid ihr eingesessener Stadtmensch und könnt mit Landleben nichts anfangen? Oder könntet auch ihr euch durchaus vorstellen, etwas zurückgezogener zu leben? Und an die Menschen vom Lande: Wie kommt ihr damit zurecht, gibt es Tage, da vermisst ihr die Vorzüge einer Stadt? Oder seid ihr rundum glücklich, so wie es ist?

In diesem Sinne
liebe Grüße, eure Nela

Kommentare:

  1. Hallo Neila,
    eine meiner besten Freundinnen ist nun aufs Land gezogen, um ihrem Nachwuchs vor bösen Einflüssen, wie Kiminalität usw. zu schützen und weil die Häuser dort noch "leistbar" sind. Ganz ehrlich mal, was nützt mir ein tolles Haus, wenn keiner mich besuchen kommt? Wenn ich 2 Stunden zur Arbeit fahren muss? Ich kann so viele Gründe nennen, warum ich sie Entscheidung nicht gut finde. Ich kann es mir nicht vorstellen, jemals aufs Land zu ziehen, dafür liebe ich die Großstadt einfach zu sehr. Ganz klar: Wir sind doch alle irgendwie groß geworden...
    Liebe Grüße
    http://www.instylequeen.de/

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    1. Ich kann dich gut verstehen. Wenn ich 2 Stunden zur Arbeit fahren müsste, wär ich damit sicher auch nicht so glücklich. Ich muss zum Glück nur ca. eine dreiviertel Stunde fahren, das find ich noch okay. Genauso lange habe ich hier in Nürnberg auch immer zur Schule gebraucht - innerorts. Der einzige Unterschied ist, dass ich jetzt selber fahren muss, aber damit kann ich leben.
      Ich hab aber auch gerne und oft Besuch und das ist wahrscheinlich auch eine Sache, die ich echt vermissen werd und die mich anfangs echt stutzig gemacht hat. Aber wenn es doch nichts für mich ist, kann ich mir ja auch immer noch ein WG-Zimmer in meiner Hochschulstadt suchen.

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